| Am 19. und 20. Juli 2003 finden in Bad Driburg zum dritten Mal
die Internationen Deutschen Meisterschaften im Association Croquet
(AC) statt. Gastgeber der 16 Spieler aus neun Ländern sind
der Deutsche Krocket Bund (www.krocket.de)
und die Familie der Grafen Oeynhausen -Sierstorpff.
Für das Turnier wird der Rasentennisplatz im gräflichen
Kurpark Bad Driburg mehrere Wochen lang geschont und gepflegt. Die
Qualität gleicht der des Center Courts in Wimbledon. Im Vergleich
zu den Tennisspielern schonen aber die Croquet-Spieler das wertvolle
Grün. Im Finale ab Sonntagmittag gleicht der Rasen noch immer
einem dichten grünen Teppich.
Association Croquet ist - im Vergleich zu dem ebenfalls international
gespielten schnellen, taktischen Golf-Croquet – die Variante
des Sports, die ein besonders hohes Maß an Schlag- und Balltechnik,
voraus-schauender Strategie und Konzentration erfordert. Vielleicht
gewann aus diesem Grund der Australier Tony Hall, ehemaliger Colonel
der Australischen Armee und Präsident der World Croquet Association
(WCA), vor zwei Jahren das Turnier. In diesem Jahr tritt er an,
seinen Titel als German Open-Sieger zu verteidigen. Die Deutsche
Krocket-Liga vertreten u.a. der frisch gekürte Deutsche AC-Meister
Bruno Hess, Schifferstadt, sowie Jörn Vinnen, Präsident
des
Deutschen Krocket Bundes.
Seit 1996 wird der Krocket-Sport auch in Deutschland wieder aktiv
betrieben und gefördert. Rund 150 Spieler treffen sich regelmäßig
in den fest etablierten Klubs in Hamburg, in Bonn und in Schifferstadt
/ Pfalz. Private Plätze mit aktiven Spielern gibt es in Leipzig,
in Hamburg, in Oldenburg und auf dem Weingut Dr. Bürklin-Wolf
in Wachenheim/ Pfalz.
"Krocket ist ein Spiel auf hohem sportlichen Niveau, dass internationale
Etikette und Stil zeigt", so Jörn Vinnen. "Der Spaß
und der Genuss neben dem Court wird dabei aber nie vergessen."
Ein gut gefüllter Picknickkorb gehört ebenso dazu wie
die ausschließlich weiße Kleidung. Trotz der spielerischen
Anmutung – mit dem kindlichen Gartenkrocket hat der echte
Krocketsport keine Gemeinsamkeiten. Das bemerkt jeder, der einmal
auf einem richtigen Croquet-Court mit einem
massiven Schläger versucht, die Kugeln durch die schmalen schmiedeeisernen
Tore zu treiben.
"Das macht ja richtig Spaß", bermerkte neulich ein
Gast (und eingefleischter Golfspieler) des Hamburger Krocket Klub.
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